Geschichte der PDC Darts WM – Alle Weltmeister, Rekorde und legendäre Finals

Ladevorgang...
- Warum die Darts WM Geschichte so fasziniert
- Die Anfänge – Von der BDO-Ära zur PDC-Revolution
- Die Ära Phil Taylor – Der Dominator
- Die neue Generation – van Gerwen, Wright, Price
- Die Luke-Ära – Humphries und Littler
- Rekorde und Meilensteine der Darts WM
- Der Alexandra Palace als Kultstätte
- Alle PDC-Darts-Weltmeister auf einen Blick
- Was uns die Geschichte über die Zukunft des Darts verrät
Warum die Darts WM Geschichte so fasziniert
Die Geschichte der PDC Darts Weltmeisterschaft ist mehr als eine Abfolge von Turnierergebnissen. Sie ist die Geschichte eines Sports, der sich von einer Kneipendisziplin zum millionenschweren Mega-Event entwickelt hat, einer Spaltung, die das Darts für immer veränderte, und von Persönlichkeiten, die zu globalen Sportstars wurden, obwohl sie im Kern nichts anderes tun, als Metallstifte auf eine Korkscheibe zu werfen. Es ist auch eine Geschichte, die für Sportwetter direkt relevant ist, denn wer die Muster der Vergangenheit versteht, kann die Dynamik zukünftiger Turniere besser einschätzen.
Von den bescheidenen Anfängen im Circus Tavern in Purfleet bis zum ausverkauften Alexandra Palace mit einem Preisfonds von fünf Millionen Pfund hat die Darts WM eine Entwicklung durchgemacht, die in der Sportwelt ihresgleichen sucht. Jede Ära hat ihre Legenden hervorgebracht, ihre ikonischen Momente produziert und das Fundament für die nächste Generation gelegt.
In diesem Artikel zeichnen wir die Geschichte der PDC Darts WM nach – von der Spaltung 1994 über die beispiellose Dominanz Phil Taylors bis hin zur aktuellen Luke-Ära, in der ein 18-Jähriger den Sport in eine neue Dimension katapultiert hat. Wir schauen uns die Rekorde an, erinnern an die unvergesslichsten Momente und fragen, welche Lehren die Geschichte für zukünftige Wetten bereithält.
Die Anfänge – Von der BDO-Ära zur PDC-Revolution
Bevor es die PDC gab, war die British Darts Organisation die alleinige Heimat des professionellen Darts. Die BDO veranstaltete seit 1978 ihre eigene Weltmeisterschaft, zunächst im Heart of the Midlands in Nottingham, später im legendären Lakeside Country Club in Frimley Green. Darts war in den 1980er Jahren ein fester Bestandteil des britischen Fernsehprogramms, aber die Professionalisierung des Sports stagnierte. Die besten Spieler verdienten bescheidene Summen, und die Strukturen waren veraltet.
Die Unzufriedenheit der Top-Spieler mit der BDO-Führung wuchs, und 1992 kam es zum Bruch. Sechzehn der besten Spieler der Welt, darunter alle aktiven ehemaligen Weltmeister, gründeten den World Darts Council, der später in Professional Darts Corporation umbenannt wurde. Diese Abspaltung war ein Erdbeben für den Sport, dessen Nachwirkungen bis heute spürbar sind.
Die Spaltung 1994 und die Geburt der PDC-WM
Die erste PDC-Weltmeisterschaft fand im Januar 1994 im Circus Tavern in Purfleet, Essex, statt. Der Veranstaltungsort fasste gerade einmal ein paar hundert Zuschauer, die Atmosphäre war intim, das Preisgeld bescheiden. Dennis Priestley gewann das Inauguralturnier mit einem 6:1-Sieg über Phil Taylor – ein Ergebnis, das sich als einer der größten Ausrutscher der Darts-Geschichte erweisen sollte, denn Taylor würde in den folgenden Jahren eine beispiellose Dynastie errichten.
Die Spaltung war zunächst ein Wagnis. Die PDC-WM wurde auf Sky Sports übertragen, damals ein vergleichsweise junger Sender mit deutlich geringerer Reichweite als die terrestrischen Kanäle, die die BDO-WM zeigten. Das Preisgeld der PDC lag bis 2001 unter dem der BDO-Veranstaltung. Doch die PDC investierte in Marketing, Produktion und die Professionalisierung des gesamten Umfelds und legte damit das Fundament für das explosive Wachstum der folgenden Jahrzehnte.
Die beiden Weltmeisterschaften existierten jahrzehntelang parallel, was die kuriose Situation erzeugte, dass es in manchen Jahren zwei verschiedene Darts-Weltmeister gab. Erst 2020, als die BDO in die Insolvenz ging, endete diese Spaltung endgültig. Die PDC hatte sich zu diesem Zeitpunkt längst als das unbestrittene Zentrum des professionellen Darts etabliert.
Der Aufstieg zum Mega-Event
Die Transformation der PDC-WM vom Nischenevent zum globalen Sportereignis vollzog sich schrittweise, aber unaufhaltsam. Der Umzug vom Circus Tavern in den Alexandra Palace 2008 war ein Wendepunkt. Der Ally Pally, wie die Fans das ehrwürdige Gebäude im Norden Londons nennen, bot Platz für über 3.000 Zuschauer und eine Atmosphäre, die das Darts-Erlebnis in eine neue Dimension hob. Die Kostüme, die Gesänge, die Party – all das wurde zum Markenzeichen der Darts WM und zog ein Publikum an, das weit über die traditionelle Darts-Gemeinde hinausging.
Das Preisgeld stieg parallel zur wachsenden Popularität. 2010 knackte der Gesamtpreisfonds erstmals die Marke von einer Million Pfund. 2019 erhielt der Champion bereits 500.000 Pfund. Und 2026 wurde mit einem Gesamtpreisfonds von fünf Millionen Pfund und einer Million für den Sieger ein neuer Meilenstein gesetzt. Die Darts WM ist damit zu einem der bestdotierten Sportereignisse der Welt geworden, und die Entwicklung scheint noch nicht am Ende zu sein: Ab 2027 zieht das Turnier in die Great Hall des Alexandra Palace um, die 5.000 Zuschauer fasst.
Für Sportwetter spiegelt sich dieses Wachstum in einem immer breiteren Wettangebot wider. Wo früher nur die Siegwette verfügbar war, bieten moderne Buchmacher heute dutzende Märkte pro Match. Die Geschichte der Darts WM ist damit auch eine Geschichte der wachsenden Wettmöglichkeiten.
Die Ära Phil Taylor – Der Dominator
Phil Taylor ist nicht einfach der erfolgreichste Darts-Spieler aller Zeiten – er ist eine Sportlegende, deren Dominanz in ihrer jeweiligen Disziplin nur von wenigen Athleten in der Geschichte übertroffen wird. 14 PDC-Weltmeistertitel (plus zwei BDO-Titel, insgesamt 16) sprechen eine Sprache, die keiner Übersetzung bedarf. Zwischen 1995 und 2002 gewann Taylor acht Weltmeisterschaften in Folge, eine Serie, die in ihrer Konsequenz an die Hegemonien im Tennis oder im Formel-1-Sport erinnert.
Taylors Stärke lag nicht nur in seinem Talent, sondern in einer Professionalität, die dem Darts-Sport damals fremd war. Er trainierte wie ein Leistungssportler, analysierte Gegner akribisch und brachte eine mentale Härte auf die Bühne, die seine Konkurrenten regelmäßig zermürbte. In seinen besten Jahren war die Frage bei der WM nicht, ob Taylor gewinnt, sondern wie deutlich.
Die wirtschaftliche Bedeutung von Taylor für die PDC kann kaum überschätzt werden. Er war das Zugpferd, der Star, der die Zuschauer vor die Bildschirme zog und damit die Werbeeinnahmen und Preisgelder in die Höhe trieb. Ohne Taylor hätte die PDC möglicherweise nicht überlebt, und der Darts-Sport wäre nie aus dem Schatten des Kneipen-Images herausgetreten.
14 WM-Titel und unvergessliche Finals
Taylors WM-Karriere erstreckt sich über 25 Turniere (1994 bis 2018), und die Liste seiner Finals liest sich wie ein Best-of der Darts-Geschichte. Besonders hervorzuheben sind der 7:0-Demolierung von Peter Manley 2002 und der identische 7:0 gegen John Part 2001, die zu den eindrucksvollsten Finaldominationen zählen, die der Sport je gesehen hat.
Ebenso ikonisch ist das Finale 2007 gegen Raymond van Barneveld, das viele als das beste Darts-Match aller Zeiten betrachten. Van Barneveld, der von der BDO zur PDC gewechselt war, besiegte Taylor im Tie-Break des entscheidenden Sets und beendete damit eine Ära der Unbesiegbarkeit. Taylors Gesicht in diesem Moment – fassungslos, aber respektvoll – ist eines der berühmtesten Bilder der Darts-Geschichte.
Taylors letztes WM-Finale fand 2018 statt, als er Rob Cross unterlag und seine Karriere beendete. Cross, der bis wenige Jahre zuvor noch als Amateurelektriker gearbeitet hatte, verkörperte die neue Generation, die in Taylors Schatten herangewachsen war. Es war ein Finale, das den Generationswechsel symbolisch besiegelte.
Der legendäre 9-Darter im WM-Kontext
Der 9-Darter – neun perfekte Würfe von 501 auf Null – ist das ultimative Kunststück im Darts. In der Geschichte der PDC Darts WM ist dieses Kunststück inzwischen 16 Mal gelungen, wobei der erste 9-Darter auf der PDC-WM-Bühne erst 2009 fiel, als Raymond van Barneveld im Zweitrundenduell gegen Brendan Dolan Perfektion zeigte. Adrian Lewis schrieb 2011 Geschichte, als er im Finale gegen Gary Anderson einen 9-Darter warf – eine Nervenstärke, die in diesem Moment schwer zu fassen war.
Michael Smith komplettierte 2023 im Finale gegen Michael van Gerwen ebenfalls einen 9-Darter auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel. Dass zwei der seltenen perfekten Legs ausgerechnet in Finals gelungen sind, unterstreicht die Fähigkeit der besten Spieler, unter maximalem Druck ihre höchste Leistung abzurufen.
Für Sportwetter sind 9-Darter ein faszinierendes Wettthema. Die Quoten auf einen 9-Darter während des Turniers liegen typischerweise zwischen 2,50 und 4,00, was angesichts der Seltenheit des Ereignisses auf den ersten Blick niedrig erscheint. Die Erklärung: Bei der WM werden über das gesamte Turnier Hunderte von Legs gespielt, und die kumulierte Wahrscheinlichkeit, dass in irgendeinem davon ein 9-Darter fällt, ist deutlich höher als die Wahrscheinlichkeit für ein einzelnes Leg.
Die neue Generation – van Gerwen, Wright, Price
Nach Taylors dominanter Phase trat der Darts-Sport in eine Ära ein, die von größerer Ausgeglichenheit und spektakulärem Wettbewerb geprägt war. Mehrere Spieler teilten sich die Macht an der Spitze, und die WM-Finals gewannen an Unvorhersehbarkeit. Für Sportwetter war das eine goldene Zeit, denn mit der Verteilung der Favoritenrolle auf mehrere Schultern stiegen die Quoten auf den Turniersieger.
Der wichtigste Name dieser Übergangsphase ist Michael van Gerwen, aber auch Adrian Lewis, Gary Anderson und Peter Wright prägten das Bild. Jeder von ihnen brachte seinen eigenen Stil auf die Bühne und trug dazu bei, dass die Darts WM zu dem vielseitigen Spektakel wurde, das sie heute ist.
Michael van Gerwens Aufstieg zur Nummer 1
Michael van Gerwen holte 2014 seinen ersten WM-Titel mit einem 7:4-Sieg über Peter Wright und markierte damit den Beginn einer neuen Ära im Darts. Der Niederländer brachte ein Tempo und eine Aggressivität auf die Bühne, die das Spiel auf ein neues Level hoben. Sein Stil – schnell ans Oche treten, kaum zögern, sofort werfen – setzte seine Gegner unter Druck und erzeugte eine Intensität, die das Publikum im Ally Pally elektrisierte.
Insgesamt gewann van Gerwen drei WM-Titel (2014, 2017, 2019) und erreichte sechs Finals, was ihn zum zweiterfolgreichsten Spieler der PDC-WM-Geschichte hinter Taylor macht. Seine Averages bei den Major-Turnieren gehörten jahrelang zu den höchsten, die je gemessen wurden, mit Spitzenwerten über 110 in einzelnen Matches.
Was van Gerwens Karriere aus Wettsicht besonders interessant macht, ist die Frage, wie der Markt sein Altern einpreist. Mit 35 Jahren ist van Gerwen keine dominierende Kraft mehr, wie die Viertrundenniederlage gegen Gary Anderson bei der WM 2025/26 zeigte. Doch sein Name und seine Geschichte sorgen dafür, dass die Quoten auf ihn tendenziell kürzer sind, als seine aktuelle Form rechtfertigt. Für Value-Wetter ist das ein Warnsignal: Auf den großen Namen zu wetten, weil er dreimal Weltmeister war, ist keine Strategie.
Peter Wrights Sensationssieg 2020
Peter Wright ist der vielleicht schillerndste Charakter in der Geschichte der Darts WM. Mit seinen bunten Mohawk-Frisuren, fantasievollen Outfits und dem Spitznamen „Snakebite“ ist er ein wandelndes Entertainment-Paket, das aber hinter der Show eine tödliche Wurfpräzision verbirgt. Sein erster WM-Titel 2020 – ein 7:3-Sieg über Michael van Gerwen – kam nach Jahren als ewiger Zweiter und wurde im Ally Pally mit Szenen ungläubiger Freude gefeiert.
Wright holte 2022 seinen zweiten Titel gegen Michael Smith und bewies damit, dass sein erster Erfolg kein Zufall war. Die Eigenheit seines Spiels – die häufigen Wechsel der Darts, die unorthodoxe Wurfbewegung, das bewusste Showmanship – machte ihn zu einem schwer einzuschätzenden Gegner. Bei der WM 2025/26 schied Wright allerdings in der zweiten Runde mit 0:3 gegen Arno Merk aus, was die Zeichen der Zeit unübersehbar machte.
Gerwyn Price als erster walisischer Weltmeister
Gerwyn Prices WM-Sieg 2021 gegen Gary Anderson (7:3) war in mehrfacher Hinsicht historisch. Price war der erste walisische Weltmeister und der erste ehemalige Rugby-Spieler, der die Sid Waddell Trophy in die Höhe stemmte. Sein physischer, intensiver Spielstil und seine lautstarke Emotionalität polarisierten das Publikum, machten ihn aber auch zu einem der aufregendsten Spieler seiner Generation.
Prices Weg zum Titel war der eines späten Einsteigers. Er kam erst vergleichsweise spät zum professionellen Darts und musste sich den Respekt der Szene hart erarbeiten. Sein WM-Sieg war der Höhepunkt einer bemerkenswerten zweiten Karriere, die zeigt, dass der Weg an die Spitze im Darts kein vorgezeichneter sein muss.
Bei der WM 2025/26 schied Price allerdings bereits in der zweiten Runde gegen Wesley Plaisier aus, was die Frage aufwirft, ob seine besten Tage hinter ihm liegen. Für Wetter ein klares Signal: Price als Outright-Kandidat ist zunehmend riskant, auch wenn seine Quote durch die frühen Ausscheiden attraktiver wird.
Die Luke-Ära – Humphries und Littler
Die aktuellste Phase der Darts-WM-Geschichte steht im Zeichen zweier Spieler, die denselben Vornamen tragen und doch kaum unterschiedlicher sein könnten. Luke Humphries, der methodische Perfektionist, und Luke Littler, das explosive Wunderkind – zusammen haben sie das Darts in eine Ära katapultiert, in der die Leistungsgrenzen ständig nach oben verschoben werden.
Diese Rivalität erinnert an die großen Duelle der Sportgeschichte, und sie hat das Potenzial, das Darts in den kommenden Jahren auf ein weiteres Popularitätslevel zu heben. Für Sportwetter ist die Luke-Ära ein Geschenk, denn die Quotenbewegungen rund um diese beiden Spieler und ihre direkten Duelle erzeugen regelmäßig Value-Gelegenheiten.
Humphries‘ Traumlauf 2024
Luke Humphries‘ WM-Titel 2024 war der krönende Abschluss einer außergewöhnlichen Saison. Der Engländer besiegte im Finale den damals erst 16-jährigen Luke Littler mit 7:4 und bewies damit, dass Erfahrung und mentale Stärke in einem WM-Finale noch immer den Unterschied machen können. Humphries spielte das gesamte Turnier auf einem Level, das an Phil Taylor in seinen besten Tagen erinnerte: konstant hohe Averages, eiskaltes Doubling unter Druck und eine innere Ruhe, die seine Gegner zur Verzweiflung trieb.
Das Besondere an Humphries‘ Sieg war der Kontext. Er musste im Finale gegen einen 16-Jährigen antreten, der das gesamte Turnier über verzaubert hatte und dem die Sympathien des Publikums gehörten. In dieser Drucksituation die eigene Leistung abzurufen und sich nicht von der Euphorie um Littler anstecken zu lassen, war eine Leistung, die mindestens so beeindruckend war wie die Ergebnisse auf dem Board.
Bei der WM 2025/26 konnte Humphries seinen Titel nicht verteidigen und scheiterte im Viertelfinale an Gian van Veen. Diese Niederlage zeigt, wie schnelllebig das Darts geworden ist – der Weltmeister von gestern ist heute nicht mehr automatisch der Favorit.
Littlers WM-Debüt mit 16 und der Titel 2025
Luke Littlers Auftritt bei der WM 2024 war das Darts-Ereignis des Jahrzehnts. Ein 16-Jähriger, der bei seinem allerersten WM-Auftritt ins Finale stürmt und dabei Spieler vom Board fegt, die doppelt so alt sind wie er – das hat es in der Geschichte des Sports nicht gegeben. Littler warf Averages über 100 wie selbstverständlich, produzierte 180er am Fließband und spielte mit einer Furchtlosigkeit, die die Darts-Welt in ungläubiges Staunen versetzte.
Den Titel holte er dann ein Jahr später: Bei der WM 2025 besiegte er Michael van Gerwen im Finale 7:3 und wurde mit 17 Jahren zum jüngsten Weltmeister der PDC-Geschichte. 2026 verteidigte er den Titel mit einem dominanten 7:1 über Gian van Veen, wobei er insgesamt nur vier Sets im gesamten Turnier abgab. Mit 18 Jahren und zwei WM-Titeln in drei Anläufen hat Littler bereits jetzt eine Bilanz, die historisch ist.
Was Littler für die Darts-WM-Geschichte bedeutet, lässt sich noch nicht abschließend bewerten. Aber die Richtung ist klar: Wenn er gesund bleibt und seine Entwicklung fortsetzt, hat er das Potenzial, Phil Taylors Rekorde nicht nur zu erreichen, sondern zu übertreffen. Für die Zukunft der Darts WM und für Sportwetter gleichermaßen ist Littler die zentrale Figur, um die sich alles dreht.
Rekorde und Meilensteine der Darts WM
Die Darts WM hat im Laufe der Jahre eine beeindruckende Sammlung an Rekorden angehäuft, die das Ausmaß der sportlichen Leistung und die Entwicklung des Spiels dokumentieren. Einige dieser Rekorde wirken so unangreifbar, dass sie möglicherweise nie gebrochen werden. Andere fallen regelmäßig, weil das allgemeine Leistungsniveau im Darts kontinuierlich steigt.
Höchste Averages, meiste 180er, jüngste Sieger
Der Rekord für den höchsten Turnier-Average wurde wiederholt verbessert, zuletzt durch die Leistungen der aktuellen Top-Spieler. Michael van Gerwens realer Turnier-Average von 107,06 bei der WM 2017 galt lange als Maßstab, wird aber von den aktuellen Spitzenspielern in einzelnen Matches bereits übertroffen.
Bei den 180ern im Gesamtturnier stellte die WM 2025/26 mit 1.127 Maximums einen neuen Allzeit-Rekord auf – wenig überraschend bei einem erweiterten Feld von 128 Spielern. Den Einzelmatch-Rekord für 180er hält Peter Wright mit 24 im Halbfinale 2022 gemeinsam mit Michael Smith, der im Finale desselben Turniers ebenfalls 24 Maximums erzielte.
Luke Littler ist mit 17 Jahren und knapp 12 Monaten der jüngste WM-Sieger der PDC-Geschichte. Am anderen Ende des Spektrums steht Paul Lim, der bei der WM 2025/26 im Alter von 71 Jahren einen Match-Sieg errang und damit den Rekord als ältester Matchgewinner aufstellte. Phil Taylor bleibt mit 52 Jahren der älteste Spieler, der den Titel gewonnen hat.
Phil Taylors Gesamtrekorde sind schlicht monumental: 14 PDC-Titel, 110 Match-Siege, 19 Finals und eine ununterbrochene Serie von 44 Siegen zwischen 1995 und 2003. Diese Zahlen verdeutlichen, warum Taylor als der größte Darts-Spieler aller Zeiten gilt – und warum es eine Generation von Ausnahmetalenten brauchen wird, um auch nur einzelne dieser Marken zu übertreffen.
Alle 9-Darter in der WM-Geschichte
Der perfekte 9-Darter ist das seltene Juwel der Darts WM. Insgesamt wurden bei der PDC-Weltmeisterschaft bislang 16 dieser perfekten Legs geworfen. Raymond van Barneveld markierte 2009 den Auftakt, und seitdem ist die Frequenz gestiegen, was sowohl am höheren Leistungsniveau als auch an der gestiegenen Gesamtzahl gespielter Legs liegt.
Dass zwei der 16 9-Darter in WM-Finals fielen – Adrian Lewis 2011 und Michael Smith 2023 – verleiht diesen Momenten eine besondere Dramatik. Unter dem Druck eines Finales, vor tausenden tobenden Zuschauern und Millionen an den Bildschirmen, Perfektion zu erreichen, ist eine Leistung, die über den Sport hinaus fasziniert.
Der Alexandra Palace als Kultstätte
Der Alexandra Palace, liebevoll „Ally Pally“ genannt, ist seit 2008 die Heimat der Darts WM und hat sich in dieser Zeit zu einer der ikonischsten Sportstätten der Welt entwickelt. Das viktorianische Gebäude im Norden Londons, ursprünglich 1873 als „Palast des Volkes“ eröffnet, bietet eine Kulisse, die kein modernes Stadion der Welt replizieren könnte. Die Mischung aus historischer Architektur und der ausgelassenen Partystimmung der Darts-Fans erzeugt eine Atmosphäre, die selbst eingefleischte Fußball- oder Tennisfans ins Staunen versetzt.
Die West Hall, in der das Turnier bis einschließlich 2026 stattfand, fasst rund 3.200 Zuschauer. Ab 2027 zieht die WM in die Great Hall um, die Platz für 5.000 Fans bietet. Diese Erweiterung ist ein weiterer Beleg für das ungebrochene Wachstum des Sports und das Vertrauen der PDC in die Zugkraft ihres Flaggschiff-Events.
Für die Atmosphäre im Ally Pally ist das Publikum mindestens so wichtig wie die Spieler auf der Bühne. Die Fancy-Dress-Tradition, bei der Fans in aufwendigen Kostümen erscheinen, die Mitsing-Chöre und das unverwechselbare „One Hundred and Eighty!“-Gebrüll sind Markenzeichen, die das Darts-Erlebnis von allen anderen Sportevents abheben. Für Livewetter ist die Atmosphäre übrigens ein relevanter Faktor: Spieler, die vom Publikum getragen werden, leisten nachweislich besser, während Spieler, die ausgebuht werden, unter Druck geraten können.
Alle PDC-Darts-Weltmeister auf einen Blick
| Jahr | Sieger | Finale gegen | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1994 | Dennis Priestley | Phil Taylor | 6:1 |
| 1995 | Phil Taylor | Rod Harrington | 6:2 |
| 1996 | Phil Taylor | Dennis Priestley | 6:4 |
| 1997 | Phil Taylor | Dennis Priestley | 6:3 |
| 1998 | Phil Taylor | Dennis Priestley | 6:0 |
| 1999 | Phil Taylor | Peter Manley | 6:2 |
| 2000 | Phil Taylor | Dennis Priestley | 7:3 |
| 2001 | Phil Taylor | John Part | 7:0 |
| 2002 | Phil Taylor | Peter Manley | 7:0 |
| 2003 | John Part | Phil Taylor | 7:6 |
| 2004 | Phil Taylor | Kevin Painter | 7:6 |
| 2005 | Phil Taylor | Mark Dudbridge | 7:4 |
| 2006 | Phil Taylor | Peter Manley | 7:0 |
| 2007 | Raymond van Barneveld | Phil Taylor | 7:6 |
| 2008 | John Part | Kirk Shepherd | 7:2 |
| 2009 | Phil Taylor | Raymond van Barneveld | 7:1 |
| 2010 | Phil Taylor | Simon Whitlock | 7:3 |
| 2011 | Adrian Lewis | Gary Anderson | 7:5 |
| 2012 | Adrian Lewis | Andy Hamilton | 7:3 |
| 2013 | Phil Taylor | Michael van Gerwen | 7:4 |
| 2014 | Michael van Gerwen | Peter Wright | 7:4 |
| 2015 | Gary Anderson | Phil Taylor | 7:6 |
| 2016 | Gary Anderson | Adrian Lewis | 7:5 |
| 2017 | Michael van Gerwen | Gary Anderson | 7:3 |
| 2018 | Rob Cross | Phil Taylor | 7:2 |
| 2019 | Michael van Gerwen | Michael Smith | 7:3 |
| 2020 | Peter Wright | Michael van Gerwen | 7:3 |
| 2021 | Gerwyn Price | Gary Anderson | 7:3 |
| 2022 | Peter Wright | Michael Smith | 7:5 |
| 2023 | Michael Smith | Michael van Gerwen | 7:4 |
| 2024 | Luke Humphries | Luke Littler | 7:4 |
| 2025 | Luke Littler | Michael van Gerwen | 7:3 |
| 2026 | Luke Littler | Gian van Veen | 7:1 |
Was uns die Geschichte über die Zukunft des Darts verrät
Die Geschichte der Darts WM zeigt ein wiederkehrendes Muster: Phasen der Dominanz einzelner Spieler wechseln sich ab mit Perioden offenen Wettbewerbs. Taylor dominierte über ein Jahrzehnt, dann teilten sich van Gerwen, Anderson und Wright die Macht, und jetzt scheint Littler eine neue Ära der Dominanz einzuläuten. Für Sportwetter ist die Frage, in welcher Phase wir uns befinden, entscheidend für die Wettstrategie.
In Dominanz-Phasen sind die Quoten auf den dominanten Spieler knapp kalkuliert, und die Value liegt bei den Herausforderern, die ihn stoppen könnten. In offenen Phasen bieten die Langzeitwetten auf den Turniersieger generell mehr Value, weil der Markt die Unsicherheit einpreisen muss und dazu neigt, die Wahrscheinlichkeiten breiter zu streuen.
Die Geschichte lehrt auch, dass jede Dominanz irgendwann endet – oft abrupter, als es die Beteiligten erwarten. Taylors letzte große Niederlagen kamen nicht in dramatischen Finals, sondern in Runden, in denen er als klarer Favorit galt. Das gleiche Muster könnte eines Tages auch Littler treffen, und wer diesen Moment antizipiert, wird dafür fürstlich belohnt.
Was bleibt, ist die Gewissheit, dass die Darts WM auch in Zukunft eine Bühne für Dramen, Rekorde und Überraschungen sein wird. Die Pfeile fliegen weiter, die Crowd im Ally Pally wird lauter, und die Geschichten, die dieses Turnier schreibt, werden Jahr für Jahr besser. Wer die Vergangenheit kennt, liest die Gegenwart schärfer – und genau das macht den Unterschied, wenn es darum geht, den nächsten Champion zu erkennen, bevor es alle anderen tun.
Erstellt von der Redaktion von „Wetten Darts wm“.
